| Das Dritte Testament |
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Kosmische Orientierung
Kosmische AnalysenIn seinem umfassenden Werk, das den Haupttitel Das Dritte Testament trägt, hat Martinus sein kosmisches Wissen niedergelegt. Das Werk umfaßt Livets Bog I-VII (Das Buch des Lebens), Logik, Beisetzung und Das Ewige Weltbild I-IV, sowie eine lange Reihe kleinerer Bücher. Durch sein geistiges Erlebnis oder seine »kosmische Einweihung« erkannte Martinus das Weltall als ein physische und geistige Einheit, als ein einziges großes Bewußtsein, in welchem alles existierende Leben enthalten ist. Mittels einer langen Reihe »kosmischer Analysen« weist er nach, daß dieses allumfassende lebendige Weltall auf ganz bestimmten, unverrückbaren kosmischen Gesetzen und Prinzipien beruht. Kosmische PrinzipienNach der Beschreibung von Martinus gestaltet sich das ewige Leben als eine unendliche Reihe von kosmischen Spiralkreisläufen. Innerhalb eines jeden solchen Kreislaufs erlebt jedes Lebewesen auf der Grundlage des Reinkarnationsprinzips aufeinanderfolgend erst die kosmische Finsternis und dann das kosmische Licht, und zwar jeweils bis zur Kulmination. Dies sind zwei Realitäten, die für Martinus lediglich zwei Seiten derselben Sache sind und die er deshalb als das »unbehagliche Gute« bzw. das »behagliche Gute« bezeichnet. Die Psyche des MenschenIn seiner Analyse des Willen unterscheidet Martinus zwischen zwei Formen von Willen, nämlich dem »begehrgelenktem Willen« und dem »verstandeskontrolliertem Willen«. Er weist nach, daß die erstere Form jeglichem unglücklichen Schicksal zugrunde liegt, während die letztere Form Grundlage jener Selbstbeherrschung ist, ohne die jeglicher innere Frieden, jegliche Balance oder Harmonie für immer illusorisch ist. Einer neuen Welt entgegenZugleich weist Martinus nach, daß der Erdenmensch sich mitten in einem ständig zunehmenden sexuellen Verwandlungsprozeß befindet, der das Leben eines jeden fortgeschrittenen Erdenmenschen in der heutigen Zeit immer mehr beeinflußt und ihn dadurch immer ungeeigneter macht, die vergangenheitsbedingte eheliche Lebensform zu praktizieren. Für Martinus steht unverrückbar fest, daß die Welt sich mit großer Geschwindigkeit der Schaffung eines Weltstaates nähert, in welchem sämtliche Nationen einer zentralen Weltregierung unterstellt sein werden, einer Regierung, die zur Sicherung internationaler Ruhe und Ordnung als einzige über Waffengewalt verfügen wird. Religion und WissenGemäß Martinus ist die Epoche des blinden religiösen Glaubens im Aussterben und wird ganz allmählich von einer kosmischen Einstellung zum Leben abgelöst werden. Diese neue Einstellung wird auf der Grundlage eines ständig wachsenden realistischen Wissens die Existenz einer Gottheit sowie die absolute Unsterblichkeit des Einzelnen in seiner individuellen Existenz für jeden hochintellektuellen Menschen zur Tatsache werden lassen. Martinus sieht eine so große Erweiterung des moralischen Verantwortungsbewußtseins im einzelnen Menschen voraus, daß jede Form von Krieg, Gewalt, Terror, Haß, Zwang und Rache von allen Menschen als Ausdruck rudimentärer tierischer Eigenschaften erkannt werden wird und daß deren Entfernung das einzig wahre Ziel allen Unterrichts und aller Erziehung sein wird. Wahre HumanitätBei näherer Betrachtung erweist sich das Weltbild von Martinus als das bisher durchgreifendste Plädoyer für jenen in sämtlichen Weisheitslehren der Vergangenheit enthaltenen Humanismus, der auch den innersten Kern in jeder der großen Weltreligionen ausmacht. Auf unverrückbar logischer Grundlage weist Martinus nach, daß allein eine allumfassende Toleranz, die in der klaren Erkenntnis eines hinter allen äußeren Formen verborgenen Weltplanes verankert ist, imstande sein wird, dem stark individuell eingestellten modernen Menschen jene permanente seelische Balance zurückzugeben, die dieser so sehr begehrt. Martinus bewertet das Leben von heute als eine Kulmination mentaler Finsternis oder kosmischer Unwissenheit, die in sich selbst Voraussetzung für die Geburt einer neuen Kulturepoche ist. Für ihn hat unsere seelische Entwicklung nur einen einzigen Kurs. Ausgehend von unintellektuellen Erlebenszuständen führt uns dieser Kurs durch materialistisch und intellektuell ausgerichtete Erlebenszustände hindurch und weiter in die Richtung eines hochintellektuellen Lebens, welches als einziges die vollkommene Voraussetzungen dafür bietet, daß sich die jedem Erdenmenschen innewohnende, höhere menschliche Veranlagung total entfalten kann. InspirationDurch seine Werke regt Martinus jeden, der sich für seine Gedanken und Ideen interessiert, dazu an, größtmögliche Toleranz sowie wahre Nächstenliebe zu üben. Martinus selbst genoß weder Fleisch, Tabak noch Alkohol und machte kein Hehl aus seiner Überzeugung, daß die Menschheit einem Zeitalter entgegen geht, in welchem sich sowohl die Nahrungs- als auch die Genußmittelgewohnheiten total ändern werden. Persönlich frei von jeglicher Form von Fanatismus warnt er vor Änderungen in den äußeren Lebensgewohnheiten, die nicht in einer inneren Verwandlung wurzeln. Informationen über die Arbeit von MartinusSchon in der Einleitung zu seinem Hauptwerk widersetzt sich Martinus auf das Entschiedenste dem Gedanken, seine kosmischen Analysen zum Gegenstand von Sekten- oder Vereinsbildung werden zu lassen. Sie ist deshalb hauptsächlich eine Privatsache und somit abhängig von der persönlichen Entwicklung. Das Wissen über die »Das Dritte Testament« verbreitet sich durch interessierte Menschen, z.B. in Form von Vorträgen und Studiengruppen, die auf privater Initiative stattfinden. Dies geschieht besonders in Dänemark sowie in den übrigen nordischen Ländern, allmählich aber auch in anderen Ländern. In Dänemark (Klint b. Nykøbing Seeland) ist auf der Grundlage der Martinus-Kosmologie ein Zentrum geschaffen worden, wo Interessierte die Möglichkeit haben, das Martinus-Weltbild gründlich zu studieren. Logische WelterklärungIn einer Zeit, in der das religiöse Leben einer Verwandlung unterworfen ist, die dazu führt, daß immer mehr Menschen auf ihre Weltanschauungsfragen vollständigere Antworten suchen, bedeutet »Das Dritte Testament« für eine wachsende Anzahl von Menschen eine zufriedenstellende Antwort auf ihr geistiges Suchen und auf ihre Hoffnungen, eine Antwort, die sie beinahe aufgegeben hatten zu finden. Mit seiner klaren Botschaft: »Wo die Unwissenheit entfernt wird, dort hört die Existenz des Bösen auf«, ist Martinus für viele Menschen ein geistiger Wegweiser geworden. Martinus InstitutIm Jahre 1956 übertrug Martinus das von ihm selbst gegründete Institut an jene Stiftung, die seinen Namen trägt und deren ausschließliche Aufgabe darin besteht, sein Lebenswerk nach seinem Tod unter voller öffentlicher Kontrolle weiterzuführen. Die Übertragung galt auch der großen Länderei in Klint, wo das Martinus-Center liegt, sowie den verbrieften Rechten für alle seine Werke.
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